QUIRLIG, LEBENDIG, DIREKT

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Spezial Porträt von MAITE KELLY
IM "FRAUENZIMMER" Newsletter
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QUIRLIG, LEBENDIG, DIREKT.

Das Küken in der Runde hat ungewollt die meiste Erfahrung im Showbiz: „Ich habe echt versucht, Hausfrau zu sein, denn ich will kein Junkie werden, also nicht abhängig von Ruhm und Applaus.“

Aber auf der Bühne stehen, singen und dabei einfach Maite sein ist nun mal das, was sie von der Pike auf gelernt hat. Sie wäre gerne Journalistin geworden, und fast hätte das auch geklappt. Als Teenager ging sie die USA, um dort unerkannt ihren Highschool-Abschluss zu machen. Sie war gut genug, um ein Stipendium fürs College zu bekommen, aber der Familienbetrieb „Kelly Family“ lief weiter. So wurde Maite zurück nach Deutschland beordert, um einen Plattenvertrag zu erfüllen.

Das Küken und die Mamas

„Damals war ich nicht stark genug, aber heute würde ich das schaffen.“ Jetzt muss sie das aber gar nicht mehr, denn heute hat sie geschafft, was sie sich früher nicht mal hätte träumen lassen: „Ich sitze bei Frauenzimmer mit lauter studierten und total gebildeten Frauen, die alle die gleichen Absichten haben wie ich. Und ich habe da lauter Mamas, das hat mir jahrelang gefehlt.“

 Ihre Mutter starb, als sie drei Jahre alt war. Es war nicht immer leicht, mit Papa Dan Kelly als Rudelführer und Hütehund in Personalunion seinen eigenen Weg abseits der Herde zu finden. „Als ich das erste Mal den Film ‚Findet Nemo’ sah, konnte ich nicht mehr aufhören zu weinen, denn so wie der Papa von Nemo war auch mein Vater – er dachte, wenn alles so bleibt wie es ist und er nur alle zusammenhält, dann wird alles gut...“

Inzwischen ist Maite selbst zweifache Mutter, Kinder Nummer drei und vier sind nicht ausgeschlossen. Für ihre Töchter möchte sie, dass sie ihre eigene Identität frei entwickeln dürfen, eine Girl-Band sollen sie auf keinen Fall werden.

Memmen haben keine Chance

Maites Mann Florent ist ihr „Backbone“, er unterstützt sie und hält ihr den Rücken frei. Florent ist der analytische Planer, sie ist ganz einfach Maite: emotional, quirlig und nie um eine Antwort verlegen, der ihr Mann, wenn er dann endlich zu Wort kommt, auch gerne etwas entgegensetzen darf. Ihr imponiert an Männern nämlich, wenn sie ihr Paroli bieten. Memmen haben keine Chance bei Maite, denn: Reibung erzeugt Wärme!

Auch wegen Florent hat Maite ihren Versuch, Hausfrau zu sein, schnell wieder aufgegeben: „Die Bibel sagt, wir sollen eins sein, da kann ich doch nicht ihm die ganze finanzielle Verantwortung für unsere Familie überlassen.“ Damit steht Maite in einem Konflikt, den alle „Working Mums“ kennen: „Wenn ich arbeiten gehe, bin ich die Rabenmutter, und wenn ich zu Hause bleibe, die faule Hausfrau. In Deutschland kann man es als Mutter immer nur falsch machen.“ Aber sie wurschtelt sich da durch, und ihre Töchter verhindern, dass Mama je ein VIP-Logen-Junkie wird.

„Ich kann jedem Mittdreißiger auf dem Egotrip nur empfehlen, Kinder zu kriegen, das wirkt...“ Bei Maite auf jeden Fall, es gibt nicht viele Kinderstars, die als Erwachsene so unverkorkst und natürlich sind wie sie. Im „Frauenzimmer“-Team ist sie das Maskottchen; man könnte auch sagen, sie wird begluckt, sogar von Bettina, die über ihre junge Kollegin in einem Ton spricht, den sie sonst nur für ihre heißgeliebte Dackeldame Nikki anschlägt...

Dort finden Sie auch die Porträts ihrer Lebensgefährtinnen : Schauspielerin Yasmina Filali, TV-Moderatorin und Produzentin Bettina Böttinger, Journalistin Evelyn Holst, Schriftstellerin Hatice Akyün, „Liebesexpertin“ Birgit Ehrenberg, Komödiantin und Bestsellerautorin Martina Brandl

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